Die Steine – auffallend behutsam bearbeitet
Im September besuchte uns eine Gruppe des BBK Südhessen (Bund Bildender Künstlerinnen und Künstler). Eine von ihnen, Anke Bornhöfft-Neugebauer, hat der Besuch der aktuellen Steine-Ausstellung Am Kirchberg inspiriert, sich über Steine von Raimer Jochims Gedanken zu machen. Hier ein Auszug daraus:
„Anhand der Fotos im Treppenhaus konnte man den rohen, unbearbeiteten Stein, einen Zwischenzustand und das Endprodukt sehen. Dabei wurde deutlich, dass Jochims durch seine Bearbeitung die Urform des Steins nur noch etwas weiter herausgearbeitet hat. Er hat nichts grundsätzlich Neues geformt.
Warum ist diese Bearbeitung dennoch nötig?
Meine Gedanken dazu: Wenn der Stein unbearbeitet wäre, wäre es nicht dasselbe: Die Zusammenstellung würde willkürlicher, beliebiger erscheinen. Erst durch die Bearbeitung wird die menschliche Sphäre sichtbar. Menschliches Schaffen und menschliche Auseinandersetzung treten in Erscheinung, allerdings in einer auffallend behutsamen Form. Der Künstler scheint dem Stein nichts aufzuzwingen, sondern vielmehr etwas bereits Vorhandenes freizulegen.
Die „Steine“-Ausstellung ist auch am 14. November von 14–17 Uhr und am 5. Dezember von 13–16 Uhr geöffnet. Ort: Am Kirchberg 1
Übrigens: Im April 2027 wird der BBK Südhessen mit der Ausstellung „Der Apfel als Metapher – Erkenntnis und Verführung“ in der Galerie des Historischen Rathauses Hochstadt zu Gast sein – gleich gegenüber der Stiftung Eliashof. Die Vernissage ist am 2. April 2027 um 19 Uhr, die Ausstellung geht vom 3. bis 25.4. 2027.


